
Im tief verschneiten Winterwald flitzte die kleine Mimi Maus von Baum zu Baum.
Sie suchte ihre versteckten Vorratsnüsse.
Aber überall glitzerte nur Schnee –
weiß, weich und rund.
Jede Schneekugel sah plötzlich aus …
wie eine Nuss!
„Oh nein!“, piepste Mimi verzweifelt.
„Wie soll ich denn die richtige finden?“
Da sah sie plötzlich etwas im Schnee schimmern.
Ganz zart, ganz golden.
Eine kleine goldene Nuss,
so schön, dass Mimi die Augen weit öffnete.
„Die gehört ja gar nicht zu meinen Vorräten …“, flüsterte sie erstaunt.
Vorsichtig nahm sie die Nuss in ihre Pfötchen.
Und im selben Moment begann die Nuss zu leuchten –
warm und golden,
so hell, dass der ganze Wald ein bisschen heller wurde.
Das Eichhörnchen Finni kam neugierig herbeigehüpft.
„Mimi! Was hast du denn da? Eine kleine Weihnachtslampe?“
Mimi lächelte schüchtern.
„Ich glaube … die Nuss hat mich gefunden.“
Das Licht wurde noch heller,
und nach und nach kamen alle Tiere aus dem Wald herbei:
Leni Lama mit Schneeflocken im Fell,
Elmo Elefant mit seinem winzigen Schirm,
Freddy Frosch in seiner roten Badehose,
und Hanno Hase mit seinem halben Schal.
Sie stellten sich um Mimi und die goldene Nuss.
Das warme Licht glänzte in ihren Augen.
„Das sieht ja aus wie ein Weihnachtsbaum – nur viel kleiner!“, lachte Hanno fröhlich.
Mimi hielt die Nuss fest
und sagte ganz leise:
„Vielleicht ist das Licht gar nicht nur in der Nuss …
vielleicht ist es auch in uns allen.“
Es wurde still im Wald.
Nur der Schnee rieselte leise von den Zweigen.
Und oben am Himmel erschien ein Stern,
der genauso golden funkelte
wie Mimis kleine Lichtnuss.
Alle Tiere rückten eng zusammen.
Finni sagte sanft:
„Ich glaube … das ist der schönste Weihnachtsabend überhaupt.“
Mimi nickte glücklich –
und die kleine Nuss
leuchtete noch ein bisschen heller. ✨🐭🎄
Ende.
