Die kleine Robbe und der größte Schneeball


Auf einer verschneiten Eisscholle am Rand des Winterwaldes lebte Rollo Robbe, ein neugieriges, kugelrundes Robbenkind. Als er sah, wie die Waldtiere Schneemänner bauten, rief er begeistert: „Ich will den größten Schneeball von allen machen!“

Mit seinen Flossen schob er einen kleinen Schneeklumpen vor sich her. „Links, rechts, rollen, rollen!“, sang er fröhlich. Der Schneeball wurde größer … und größer … und größer – bis er fast so groß war wie Rollo selbst.

Da landete Oskar Eule neben ihm. „Rollo, das ist ja ein Riesenball! Brauchst du Hilfe?“ Rollo schüttelte lachend den Kopf. „Nein, das schaff ich allein!“ Doch der Ball wurde immer dicker, fing an zu wackeln – und dann rollte er plötzlich los. Langsam zuerst, dann immer schneller, und Rollo landete oben drauf!

„Wheeeee!“, juchzte Rollo, während der riesige Schneeball den Hügel hinunterkullerte und die anderen Tiere lachend hinterherliefen.

Unten am Hügel kam der Ball schließlich sanft zum Stillstand. Rollo plumpste in einen weichen Schneehaufen und prustete vor Lachen. „Ich glaube“, kicherte er, „mein Schneeball wollte selbst ein Abenteuer erleben!“

Gemeinsam bauten die Tiere aus dem riesigen Schneeball einen fröhlichen Schneemann – mit Karottennase, warmem Schal und einem großen Robbenlächeln. Rollo strahlte stolz. „Das ist der schönste Weihnachts-Schneemann aller Zeiten!“


Ende.