Benno Biber baut die schönste Winterbrücke


Im verschneiten Winterwald arbeitete Benno Biber fleißig am Fluss. Er war der beste Baumeister weit und breit – und dieses Jahr hatte er eine besondere Idee: Er wollte eine Weihnachtsbrücke bauen, damit alle Tiere bequem zum großen Festplatz auf der anderen Seite gelangen konnten. „Es soll die schönste Brücke werden, die der Wald je gesehen hat!“, sagte Benno stolz und klopfte mit seinem Schwanz auf das Eis.

Er sammelte kräftige Äste, feine Zweige, Stöckchen und sogar ein paar glänzende Tannennadeln, die im Mondlicht glitzerten. Doch kaum hatte er den ersten Bogen gesetzt, wehte ein starker Windstoß vorbei. Pfffuuuusch! Ein ganzer Astbogen flog davon. Benno seufzte. „Das wird ja ein Abenteuer …“

Da kam Mira Maus angerannt. „Brauchst du Hilfe? Ich kann super kleine Sachen tragen!“ Kurz darauf stolperte Gernot Gans herbei. „Und ich kann große Sachen … äh … irgendwie verschieben!“ Benno grinste. „Na gut. Zusammen schaffen wir’s schneller.“

Den ganzen Nachmittag arbeiteten sie Seite an Seite. Benno ordnete die schweren Äste, Mira stopfte kleine Lücken zu, und Gernot rutschte zwar manchmal aus, räumte aber tapfer große Brocken weg. Langsam wuchs die Brücke – Stück für Stück – über den gefrorenen Fluss.

Als die Sonne unterging, war sie endlich fertig. Und sie sah aus wie etwas aus einem Wintermärchen: Eiszapfen hingen wie kleine Lampen herab, feine Zweige bildeten Muster wie Schneesterne, und ganz oben funkelte ein einzelner Tannenzapfen wie ein kleiner Weihnachtsstern.

Da flatterte Oskar Eule heran. „Benno! Die Brücke ist ein Weihnachtswunder!“ Benno wurde ganz rot zwischen seinen Fellwangen. „Alle haben geholfen. Also ist es unser Weihnachtswunder!“

Die Tiere wanderten staunend über die Brücke zum Festplatz – und Benno stapfte stolz hinterher. Sein Biberschwanz wippte im Takt der fröhlichen Weihnachtslieder.


Ende.